Ein weiteres Fotobuch von Saal im Test

Pünktlich nach meinen Schottland-Urlaub in diesem Sommer hatte ich die Gelegenheit mit einem Gutschein von Saal ein weiteres Fotobuch zu testen. Mit meinen letzten Ausstellungsbildern konnte ich bereits ein Fotobuch auch der „Professional-Line“ von Saal testen. Diesmal also aus der „normalen“ Linie. meine Auswahl fiel auf das Format 28 x 19 cm im Querformat mit Hardcover. Die Innenseiten aus matten Fotopapier, das Cover glänzend.

Das Fotobuch von Saal mit Hardcover und 80 Seiten

Die Gestaltung erfolgt über die eigene Software von Saal, ähnlich wie bei anderen Anbietern. Sich mit dem Programm zurecht zu finden dauert etwas. Es gibt sehr viele Voreinstellungen und Designs, ich mache lieber mein eigenes Layout. Genau das ist mit der Software leider etwas kompliziert. Profis könne bei Saal allerdings auch für Photoshop und Indesign Vorlagen herunterladen und das Ergebnis als pfd in den Druck geben.

Saal Fotobuch
Saal Fotobuch – Innenseiten ohne Falz

Auch bei dem normalen Fotobuch sind die Doppelseiten mit flachem Falz, d.h. man ein Foto ohne Verluste über die ganze Doppelseite anordnen. Über die Qualität der Bilder auf dem Fotopapier kann man nicht meckern. Auch die gesamte Verarbeitungsqualität ist sehr gut.

Das Cover lässt sich beim Fotobuch mit Hardcover durchgehend über Vorder- und Rückseite gestalten, was ich persönlich sehr schön finde im Gegensatz zum Professional-Line-Fotobuch. Schade finde ich es, dass man bei der Saal-Software nur ein pdf als Vorschau mit Wasserzeichen erzeugen kann. Bei anderen Herstellern wie Blurb bekommt man das Fotobuch auch gleichzeitig als pdf-E-Paper. Bei Saal gibt es die Option auch gegen Aufpreis leider nicht. Ebenfalls vermisse ich ein Plugin für Adobe-Lightroom.

Der Barcode auf der Rückseite

Gegen Aufpreis kann man auch den Barcode des Herstellers entfallen lassen, worauf ich aber verzichtet habe. Der Code wird auf die letzten Innenseite und auf die Rückseite gedruckt, wie ich finde aber recht unauffällig.

Insgesamt komme ich zu einem positiven Fazit. Neben der guten Bild- und Verarbeitungsqualität lag das Fotobuch auch innerhalb weniger Tage, gut verpackt, in meiner Packstation.

Das Professional Line Fotobuch von Saal im Test

Vom Online Fotoservice Saal-Digital bekam ich kürzlich die Gelegenheit, das Professional-Line Fotobuch günstig zu testen. Da ich bereits meine Ausstellungsbilder bei Saal vergrößern lassen und mit dem Service bisher sehr zufrieden bin, habe ich diese Gelegenheit gerne genutzt.

Inhalt des Fotobuchs sollten die Bilder meiner aktuellen Ausstellung (ROM + FLORENZ)² sein. Daher habe ich natürlich das quadratische Format 21 x 21 cm gewählt. Weitere Formate sind 30 x 30 cm und 40 x 30 cm. Die Fotobücher der Professional Line unterscheiden sich von den anderen Fotobüchern von Saal durch die besondere Verarbeitung des Umschlags und etwas andere Formate. Als Materialien für das Hardcover stehen Leder, Leinen und verschiedene Holzoptiken zur Verfügung. Eine Besonderheit ist das Cover aus 5 mm starkem Acryl, die ich in Kombination mit schwarzem Leder für mein Fotobuch gewählt habe.

Das Acrylcover lässt sich natürlich effektvoll für ein ganzseitiges Foto nutzen. Ich habe für meine SW-Bilder ein dezentes Layout erstellt. Die Bearbeitung und Bestellung erfolgt über eine Software von Saal, vergleichbar mit anderen Online-Anbietern, auf die ich hier nicht näher eingehen werden. Für Profis gibt es auch die Möglichkeit, das Fotobuch in einer Layoutsoftware wie Indesign zu gestalten und als pdf hochzuladen. Für alle Papiere gibt es auch ICC-Profile für den Softproof z.B. in Lightroom oder Photoshop.

Für die Innenseiten habe ich Fotopapier matt gewählt. Das wird, im Gegensatz zu dem glänzenden Fotopapier, nicht so schnell mit Fingerabdrücken „verziert“. Ich mag das Fotopapier, da es eine höhere Farbtiefe und auch einen höheren Kontrastumfang als das Kunstdruck-Papier hat. Schön ist die „Layflat-Bindung“, bei der die aufgeschlagenen Seiten glatt nebeneinander liegen. Das ermöglicht es, Fotos verlustfrei über die ganze Doppelseite anzuordnen. Das gibt es aber auch bei den preiswerteren Varianten.

Für das Fotobuch in dieser Ausführung mit 36 Seiten sind stolze 70,95 € fällig. Die hohe Qualität der Innenseiten bekommt auch schon bei dem „normalen“ Hardcover deutlich preiswerter. Allerdings ist der Acryldeckel mit 5 mm stärke über dem Titelbild schon beeindruckend. Die Qualität ist insgesamt wirklich gut, das gilt auch für Verpackung und Versand. Positiv war auch die kurze Bearbeitungszeit von wenigen Werktagen.

Autofocus kalibrieren

Eine lange Zeit ist seit meinem letzten Eintrag vergangen, der ja auch nur aus einem kurzem Einblick in meinen Frühjahrsurlaub bestand. Dazu demnächst mehr. Heute widme ich mich mal der Technik. Ich hatte schon seit einiger Zeit den Verdacht, dass mein Universalzoom (Sigma 18-250) nicht 100-prozentig auf den Punkt fokussiert.

Daher werde ich heute den Autofocus von zwei Objektiven kalibrieren. Dazu könnte man Hilfsmittel im Fachhandel erwerben, z.B. den SpyderLensCal. Ich habe es mir einfacher gemacht, einen Testchart aus dem weltweiten Netz heruntergeladen und selbst ausgedruckt. Diesen findet man schnell mit der Bildersuche und den Stichworten „Autofocus Testchart“, dabei unbedingt auf eine hohe Auflösung achten. Das Testprinzip ist eigentlich sehr einfach. Der Testchart besteht im Wesentlichen aus parallelen Linien, die im Winkel von 45 Grad mit der Kamera aufgenommen werden. Die Mitte, auf die fokussiert wird, ist besonders gekennzeichnet. Liegt der Meßpunkt aus dem System Kamera und Objektiv jetzt vor (Frontfocus) oder hinter (Backfocus) dem anvisierten Punkt, kann man das erkennen, da die Linien unter- oder oberhalb der Mittellinie schärfer sind.

Um die Kamera in den richtigen Winkel zu bekommen habe ich etwas gebastelt, den Testchart auf festen Karton aufgezogen und mit einem 45-Grad-Pappwinkel zum aufklappen versehen. Die Kamera muss ich auf dem Stativ jetzt nur noch waagerecht ausrichten, mit den eingebauten Libellen kein Problem. Das Objektiv wird auf die längste Brennweite und Offenblende eingestellt, möglichst dicht am Testkarton (aber so, dass noch scharf gestellt werden kann ;-). Den zentralen Autofokuspunkt auswählen und ein Bild machen. Bei den aktuell großen Kamerabildschirmen kann man die Kontrolle direkt am der Kamera machen. Wer damit ein Problem hat, überträgt das Bild auf Computer oder Tablet.

Korrekt müsste die optimale Schärfe auf der Mittellinie sein. Man kann das gut erkennen, wenn man auf die Unschärfen oben und unten achtet, die müssten jetzt gleichmäßig unschärfer werden. Wenn die 1 oben schärfer ist als die 1 unten, wie bei meinem Sigma-Objektiv, dann liegt ein Backfocus vor.

Nikon-Menü Die AF-Feineinstellung im Nikon-Menü.

Der Focus kann jetzt in der Kamera korrigiert werden, zumindest bei höherwertigen Kameras. Bei Nikon findet man die Einstellung im Menü ‚System‘ > ‚AF-Feinabstimmung‘. Mit OK aktiviert man die Feinabstimmung und kann dann den gespeicherten Wert ändern. Es erscheint ein Bildschirm mit den Objektivangaben und einer Korrekturskala von +20 bis -20. Liegt der Focuspunkt oberhalb, also hinter der Mittellinie, verstellt man den Wert Richtung Minus. Dann wird erneut fotografiert, kontrolliert und korrigiert bis das Ergebnis stimmt. Der Korrekturwert wird automatisch für das entsprechende Objektiv gespeichert und erkannt.

Insgesamt keine Hexerei und eigentlich schnell gemacht. Sollte man für jedes neue Objektiv sofort machen. Wenn man sich bereits am Ende der Skala befindet oder diese nicht ausreicht: sofort das Objektiv zurückschicken!

Ebay-Fotos mit zwei Sytemblitzen

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Produktfotos für ebay sind eine häufige Aufgabe. Zum Beipiel für eigenes Fotozubehör oder gerne auch für Freunde. In diesem Fall ging es um Puppen und Stofftiere meiner Mutter. Der Gang dafür in das Fotostudio vom Fotoclub war zu aufwändig, also musste das Fotostudio zu meiner Mutter.

Für das mobile Fotostudio benötigt man gar nicht viel. Ich verwendete hier zwei preiswerte, manuelle Aufsteckblitze von Yongnuo (Die Blitze werde ich noch gesondert vorstellen). Dazu zwei Lichtstative und als Lichtformer einen Durchlichtschirm und einen Reflexschirm. Die Lichtstative gibt es im Internet mit Schirmhalter und kleinem Durchlichtschirm schon ab etwa 30 Euro. Für 20 bis 30 Euro gibt es Sets mit verschiedenen Reflex- und Durchlichtschirmen.

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Für den Hintergrund verwende ich einen weißen Bogen Papier, ca. DIN A0, der am Regal festgeklemmt wird und auf dem Beistelltisch mit einen Hohlkehle ausläuft. Papier oder Karton verwende ich lieber als Stoff, da ich damit eine faltenfrei Fläche bekomme. Hauptlicht ist das Blitzgerät mit silbernem Reflektorschirm, schräg von vorne und von oben. Mit 90cm Durchmesser macht der Reflektor aus dem kleinen Blitz im Abstand von ca. 1,50 m eine große Lichtquelle. Im Gegensatz zum Durchlichtschirm ist das Licht gerichteter, betont die Konturen und kommt natürlichem Sonnenlicht recht nahe. Durch den großen Schirm wird auch der Hintergrund recht hell ausgeleuchtet, was ich auch beabsichtigte. Der zweite Blitz kommt waagerecht von rechts und hellt die Schatten auf. Hier sorgt der Durchlichtschirm für weiches Licht. Noch einfacher geht es auch mit einem Reflektor, z.B. einer Styroporplatte, anstelle des zweiten Blitzes. Ausgelöst wurden die Blitze über den internen Kamerablitz, der als Master eingestellt wurde, d.h. der interne Blitz sendet nur den Auslöseblitz und trägt nicht zur Beleuchtung der Szene bei. Die beiden manuellen Blitzgeräte lösen durch eine eingebaute Fotozelle gleichzeitig aus.

Die Belichtung habe ich vollständig manuell gesteuert. Die Kameraeinstellungen sind ISO 100, Blende 5 und 1/160 Sekunde Verschlusszeit. Mit ausgeschalteten Blitzen sollte das Motiv fast schwarz erscheinen. Die Blitze werden manuell eingestellt, erst das Hauptlicht und dann das Aufhelllicht. Ich arbeite ohne externen Belichtungsmesser und probiere einfach aus. Hilfreich ist dabei das Histogramm im Kameradisplay. Stimmt das Licht einmal, muss man nichts mehr verstellen. Fotografiert habe ich ohne Stativ, dann kann man noch mit dem Bildwinkel spielen.

Das Setup ist sehr universell einsetzbar und eignet sich auch für Portaitfotos. Das zweite Blitzgerät hat gegenüber einem Reflektor den Vorteil, dass es sich unabhängig einstellen läßt und man ohne Durchlichtschirm oder mit anderen Lichtformern auch noch Akzente setzten kann.